Psychotherapie bei Lebenskrisen und belastenden Veränderungen in Hanau
Belastende Lebensereignisse & Krisen
Wenn das bisherige Gleichgewicht verloren geht

Manchmal verändert ein einzelnes Ereignis vieles
Manchmal sind es viele Belastungen, die über längere Zeit zusammenkommen
Eine Trennung, ein Verlust, Konflikte in der Familie oder im Beruf, eine schwere Veränderung der Lebenssituation – oder schlicht das Gefühl, dass das, was bisher funktioniert hat, plötzlich nicht mehr trägt.
Vielleicht kreisen Ihre Gedanken ständig um das Geschehene. Sie schlafen schlechter, fühlen sich angespannt oder erschöpft, ziehen sich zurück oder merken, dass Ihnen Entscheidungen zunehmend schwerfallen.
Nicht jede Lebenskrise ist eine psychische Erkrankung. Aber auch eine nachvollziehbare Reaktion auf eine schwierige Situation kann irgendwann so belastend werden, dass Unterstützung hilfreich ist.
In meiner psychotherapeutischen Praxis in Hanau begleite ich Erwachsene dabei, belastende Situationen einzuordnen, wieder Orientierung zu finden und einen eigenen Umgang mit Veränderungen zu entwickeln.
Was kann eine Lebenskrise auslösen?
Krisen können sehr unterschiedliche Ursachen haben
Dazu gehören beispielsweise:
- Trennung oder Scheidung
- Verlust und Trauer
- Konflikte in Partnerschaft, Familie oder Beruf
- berufliche Veränderungen oder Arbeitsplatzverlust
- schwere Erkrankungen oder Veränderungen im persönlichen Umfeld
- Überforderung durch mehrere gleichzeitige Belastungen
- einschneidende Veränderungen der eigenen Lebenssituation
- Übergänge in neue Lebensphasen
- Erfahrungen von Scheitern oder Verlust von Sicherheit
- Entscheidungen, die als kaum lösbar erlebt werden
Dabei lässt sich die Schwere einer Belastung nicht objektiv daran messen, was passiert ist. Entscheidend ist, was eine Situation für Sie bedeutet und welche Möglichkeiten Sie momentan haben, damit umzugehen.
„Eigentlich müsste ich damit doch alleine klarkommen.“
Dieser Gedanke begegnet vielen Menschen in schwierigen Lebensphasen
Gerade wenn eine Reaktion auf ein reales Ereignis nachvollziehbar erscheint, entsteht schnell die Vorstellung, man müsse die Situation auch alleine bewältigen können.
Doch psychische Belastbarkeit ist keine feste Größe. Wie gut wir mit einer Krise umgehen können, hängt von vielen Faktoren ab – von vorherigen Erfahrungen über aktuelle Belastungen bis hin zu den Ressourcen und der Unterstützung, die uns gerade zur Verfügung stehen.
Professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen bedeutet deshalb nicht automatisch, dass etwas „krank“ sein muss.
Wann kann aus einer Krise eine psychische Erkrankung werden?
Traurigkeit, Angst, Wut oder Verunsicherung können zunächst angemessene Reaktionen sein
Wenn die Belastung jedoch über längere Zeit bestehen bleibt, zunehmend den Alltag beeinträchtigt oder weitere Beschwerden hinzukommen, kann sich daraus beispielsweise eine Anpassungsstörung, Depression oder Angststörung entwickeln.
Eine sorgfältige diagnostische Einordnung hilft dabei zu unterscheiden, welche Unterstützung in Ihrer Situation sinnvoll ist.
Wie kann Psychotherapie helfen?
Psychotherapie kann zunächst einen geschützten Raum bieten, um eine belastende Situation zu sortieren
Gemeinsam können wir daran arbeiten,
- das Erlebte und die eigenen Reaktionen besser zu verstehen
- Gedanken und Gefühle einzuordnen
- Überforderung zu reduzieren
- vorhandene Ressourcen wieder zugänglich zu machen
- Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln
- schwierige Entscheidungen zu sortieren
- und einen Umgang mit Veränderungen zu finden, die sich möglicherweise nicht rückgängig machen lassen
Dabei geht es nicht immer darum, ein Problem „zu lösen“. Manchmal besteht Veränderung auch darin, mit etwas, das nicht veränderbar ist, anders weiterleben zu können.
Mein therapeutischer Ansatz
Grundlage meiner Arbeit ist die Verhaltenstherapie
Gemeinsam betrachten wir sowohl Ihre aktuelle Situation als auch die Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die Ihre Belastung beeinflussen.
Wenn sich zeigt, dass ältere Erfahrungen oder wiederkehrende persönliche Muster für die aktuelle Krise eine wichtige Rolle spielen, können Elemente der Schematherapie einbezogen werden.
Bei belastenden oder traumatischen Erfahrungen kann – sofern therapeutisch angezeigt – auch EMDR Bestandteil der Behandlung sein.
Entscheidend ist nicht eine bestimmte Methode, sondern die Frage, was Sie in Ihrer aktuellen Situation benötigen.
Häufige Fragen
Fragen zu Lebenskrisen und psychotherapeutischer Unterstützung
Für eine Behandlung zulasten einer Krankenversicherung muss grundsätzlich eine entsprechende medizinische Indikation beziehungsweise psychische Erkrankung vorliegen. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, wird im Rahmen der diagnostischen Gespräche geklärt.
Sie müssen diese Einschätzung nicht selbst treffen. Wenn eine Belastung länger anhält, Ihren Alltag deutlich beeinträchtigt oder Sie merken, dass Ihre bisherigen Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen, kann ein professionelles Gespräch sinnvoll sein.
Trauer ist zunächst keine psychische Erkrankung, sondern eine natürliche Reaktion auf Verlust. Manchmal kann ein Trauerprozess jedoch mit erheblichen oder anhaltenden psychischen Beschwerden verbunden sein. Dann kann psychotherapeutische Unterstützung sinnvoll werden.
Sie müssen nicht erst zusammenbrechen, bevor Sie Unterstützung suchen
Manche Lebenssituationen lassen sich nicht einfach verändern
Aber Sie können beeinflussen, wie Sie mit ihnen umgehen und welchen Platz sie langfristig in Ihrem Leben einnehmen.
Wenn Sie sich in einer belastenden Lebensphase befinden und Ihre bisherigen Möglichkeiten nicht mehr ausreichen, können wir gemeinsam schauen, welche Unterstützung Sie jetzt benötigen.