Psychotherapie bei Essstörungen in Hanau

Essstörungen & problematisches Essverhalten

Wenn Essen, Körper und Gewicht immer mehr Gedanken bestimmen

Klemmbrett mit Kugelschreiber auf einem hellen Tisch in der Praxis in Hanau

Vielleicht nimmt das Thema Essen viel mehr Raum ein

Sie beschäftigen sich häufig damit, was oder wie viel Sie essen dürfen

Vielleicht nimmt das Thema Essen viel mehr Raum in Ihrem Leben ein, als Sie möchten. Sie beschäftigen sich häufig damit, was oder wie viel Sie essen dürfen, kontrollieren Ihren Körper, erleben Schuldgefühle nach dem Essen oder versuchen, bestimmte Regeln unbedingt einzuhalten.

Vielleicht wechseln sich Phasen starker Kontrolle mit Situationen ab, in denen Sie das Gefühl haben, die Kontrolle über das Essen zu verlieren. Oder Ihr Selbstwert hängt zunehmend davon ab, wie Sie Ihren Körper wahrnehmen.

Nach außen bleibt all das häufig lange unbemerkt.

Essstörungen können sehr unterschiedliche Formen annehmen. Gemeinsam ist ihnen, dass Essen, Körperbild oder Gewicht zunehmend das Denken, Fühlen und Verhalten bestimmen und die Lebensqualität einschränken können.

In meiner psychotherapeutischen Praxis in Hanau begleite ich Erwachsene dabei, diese Zusammenhänge zu verstehen und schrittweise wieder einen freieren Umgang mit Essen, dem eigenen Körper und sich selbst zu entwickeln.

Wie können sich Essstörungen zeigen?

Nicht jede Essstörung ist von außen erkennbar

Auch das Körpergewicht allein sagt nicht aus, wie stark ein Mensch belastet ist. Mögliche Anzeichen können sein:

  • starke gedankliche Beschäftigung mit Essen, Figur oder Gewicht
  • ausgeprägte Regeln oder Verbote rund ums Essen
  • Einschränkung der Nahrungsaufnahme
  • wiederkehrende Essanfälle oder das Gefühl von Kontrollverlust
  • kompensatorische Verhaltensweisen
  • Schuld- oder Schamgefühle nach dem Essen
  • häufiges Wiegen oder Kontrollieren des Körpers
  • Vermeidung gemeinsamer Mahlzeiten
  • starke Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper
  • ein Selbstwertgefühl, das stark von Figur, Gewicht oder Essverhalten abhängt

Entscheidend ist nicht, ob Sie einem bestimmten Bild einer Essstörung entsprechen. Entscheidend ist, wie sehr Ihr Leben dadurch beeinträchtigt wird.

Warum ist es so schwer, das Essverhalten zu verändern?

Essstörungen haben selten nur mit Essen zu tun

Das Essverhalten kann beispielsweise dazu dienen, schwierige Gefühle zu regulieren, Kontrolle zu erleben, mit hohen Ansprüchen umzugehen oder den eigenen Selbstwert zu stabilisieren.

Gleichzeitig entwickeln sich häufig feste Regeln und Verhaltensmuster, die kurzfristig Sicherheit vermitteln – langfristig aber immer mehr Freiheit nehmen.

Deshalb reicht der Vorsatz „Ab morgen esse ich einfach normal“ meist nicht aus.

In der Psychotherapie betrachten wir nicht nur was Sie essen oder vermeiden, sondern auch, welche Funktion das Verhalten für Sie übernommen hat.

Wie kann Psychotherapie bei Essstörungen helfen?

Zu Beginn entwickeln wir gemeinsam ein Verständnis

Wir schauen, wie sich Ihre Schwierigkeiten entwickelt haben und wodurch sie heute aufrechterhalten werden. Je nach individueller Situation können wir unter anderem daran arbeiten:

  • regelmäßiger und flexibler mit Essen umzugehen
  • starre Regeln schrittweise zu verändern
  • Auslöser für problematisches Essverhalten zu erkennen
  • einen anderen Umgang mit schwierigen Gefühlen zu entwickeln
  • das eigene Körperbild zu hinterfragen
  • Selbstwert weniger von Körper und Leistung abhängig zu machen
  • und Rückfällen vorzubeugen

Das Ziel ist nicht perfektes Essverhalten. Es geht darum, dass Essen und Körper wieder weniger Raum einnehmen und andere Bereiche des Lebens wichtiger werden dürfen.

Selbstwert, Perfektionismus und Kontrolle

Themen, die weit über das Essen hinausgehen

Bei Essstörungen spielen häufig Themen eine Rolle, die weit über das Essen hinausgehen.

Hohe Ansprüche an sich selbst, Perfektionismus, Schwierigkeiten im Umgang mit eigenen Bedürfnissen oder ein stark leistungsabhängiger Selbstwert können dazu beitragen, dass sich problematische Muster entwickeln und aufrechterhalten.

Deshalb betrachten wir in der Therapie nicht nur die sichtbaren Symptome, sondern auch die persönlichen Zusammenhänge dahinter.

Mein therapeutischer Ansatz

Verhaltenstherapie, Schematherapie und EMDR

Grundlage meiner Behandlung ist die wissenschaftlich fundierte Verhaltenstherapie.

Je nach individueller Problematik können ergänzend Elemente der Schematherapie hilfreich sein – beispielsweise bei tief verankerten Selbstwertthemen, hohen inneren Ansprüchen oder wiederkehrenden emotionalen Mustern.

Wenn belastende oder traumatische Erfahrungen für die Entstehung oder Aufrechterhaltung der Beschwerden relevant sind, kann im Rahmen der Gesamtbehandlung auch geprüft werden, ob der Einsatz von EMDR sinnvoll ist.

Bei Essstörungen kann außerdem eine ärztliche Mitbehandlung erforderlich sein. Je nach Erkrankung und Schweregrad kann eine ambulante Psychotherapie allein nicht ausreichend sein. Das klären wir verantwortungsvoll im Rahmen der Diagnostik.

Häufige Fragen

Fragen zu Essstörungen und problematischem Essverhalten

Nein. Essstörungen können bei sehr unterschiedlichen Körpergewichten auftreten. Das Gewicht allein erlaubt keine zuverlässige Aussage darüber, ob eine Essstörung besteht oder wie stark jemand darunter leidet.

Nicht zwangsläufig. Essen aus emotionalen Gründen kommt bei vielen Menschen vor. Entscheidend sind unter anderem Häufigkeit, Kontrollverlust, Leidensdruck und die Auswirkungen auf den Alltag. Im Rahmen einer Diagnostik lässt sich dies genauer einordnen.

Welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen notwendig sind, hängt von der jeweiligen Essstörung und Ihrer individuellen Situation ab. Das Vorgehen besprechen wir transparent miteinander.

Bei ausgeprägten körperlichen Folgen, erheblicher medizinischer Gefährdung oder einer besonders schweren Symptomatik kann eine intensivere Behandlung notwendig sein. In diesem Fall besprechen wir gemeinsam geeignete weitere Behandlungsmöglichkeiten.

Essen darf wieder ein Teil des Lebens werden

Statt es zu bestimmen

Wenn Gedanken über Essen, Körper oder Gewicht immer mehr Raum einnehmen, müssen Sie nicht warten, bis die Belastung noch größer wird.

Gemeinsam können wir verstehen, was hinter Ihrem Essverhalten steht und daran arbeiten, wieder mehr Freiheit im Umgang mit Essen, Ihrem Körper und sich selbst zu entwickeln.

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