Hilfe bei Selbstwertproblemen in Hanau

Selbstwert & Selbstzweifel

Wenn das Gefühl, nicht gut genug zu sein, den Alltag bestimmt

Klemmbrett mit Kugelschreiber auf einem hellen Tisch in der Praxis in Hanau

Vielleicht kennen Sie das …

Nach außen stabil, innerlich unsicher

Nach außen wirkt vieles stabil. Vielleicht sind Sie erfolgreich im Beruf, übernehmen Verantwortung und sind für andere da. Und trotzdem begleitet Sie innerlich immer wieder das Gefühl, nicht zu genügen.

Kritik beschäftigt Sie lange. Fehler wiegen schwer. Anerkennung tut zwar gut, hält aber selten lange vor. Vielleicht vergleichen Sie sich häufig mit anderen oder haben das Gefühl, erst etwas leisten zu müssen, um wirklich wertvoll zu sein.

Ein geringer Selbstwert kann viele Lebensbereiche beeinflussen – Beziehungen, Beruf, Entscheidungen und nicht zuletzt den Umgang mit sich selbst.

In meiner psychotherapeutischen Praxis in Hanau begleite ich Erwachsene dabei, die Hintergründe ihrer Selbstzweifel besser zu verstehen und einen stabileren, weniger von äußerer Bestätigung abhängigen Selbstwert zu entwickeln.

Wie zeigen sich Selbstwertprobleme?

Nicht immer auf den ersten Blick erkennbar

Gerade Menschen, die nach außen selbstbewusst oder leistungsfähig wirken, können innerlich stark an sich zweifeln. Mögliche Anzeichen sind:

  • starke Selbstkritik
  • das Gefühl, nicht gut genug zu sein
  • Perfektionismus und hohe Ansprüche an sich selbst
  • Angst vor Fehlern oder Kritik
  • häufiges Vergleichen mit anderen
  • Schwierigkeiten, eigene Bedürfnisse und Grenzen ernst zu nehmen
  • starke Abhängigkeit von Anerkennung
  • Schwierigkeiten, Komplimente oder Erfolge anzunehmen
  • das Gefühl, sich ständig beweisen zu müssen
  • Unsicherheit in Beziehungen oder sozialen Situationen

Manchmal zeigt sich ein geringer Selbstwert auch indirekt – etwa durch übermäßiges Leistungsstreben, Rückzug, Anpassung oder den Versuch, möglichst keine Angriffsfläche zu bieten.

Woher kommen Selbstzweifel?

Unser Selbstbild entsteht nicht von heute auf morgen

Erfahrungen in Familie, Schule, Beziehungen und anderen wichtigen Lebensbereichen können beeinflussen, welche Vorstellungen wir über uns selbst entwickeln. Aus wiederkehrenden Erfahrungen können innere Überzeugungen entstehen wie:

  • „Ich bin nicht gut genug."
  • „Ich darf keine Fehler machen."
  • „Ich muss etwas leisten, um anerkannt zu werden."
  • „Die Bedürfnisse anderer sind wichtiger als meine."

Solche Überzeugungen können lange hilfreich oder sogar notwendig gewesen sein. Später können sie jedoch dazu führen, dass wir uns selbst nach Maßstäben beurteilen, die kaum zu erfüllen sind.

Dabei geht es in der Therapie nicht darum, Schuldige für diese Muster zu suchen. Es geht darum, ihre Entstehung zu verstehen – und dadurch die Möglichkeit zu gewinnen, heute anders mit sich selbst umzugehen.

Selbstwert bedeutet nicht, sich immer gut zu finden

Ein stabiles Verhältnis zu sich selbst

Ein stabiler Selbstwert bedeutet nicht, ständig selbstbewusst zu sein oder niemals an sich zu zweifeln.

Es bedeutet vielmehr, den eigenen Wert nicht jedes Mal grundsätzlich infrage zu stellen, wenn etwas misslingt, jemand Kritik äußert oder andere erfolgreicher erscheinen.

Das therapeutische Ziel ist deshalb nicht ein möglichst positives Selbstbild. Es geht um ein realistisches, stabiles und wohlwollendes Verhältnis zu sich selbst – einschließlich eigener Stärken, Schwächen, Bedürfnisse und Grenzen.

Wie kann Psychotherapie helfen?

Gemeinsam schauen wir darauf

In der Psychotherapie können wir gemeinsam herausarbeiten, welche Erfahrungen und inneren Überzeugungen Ihre Selbstzweifel geprägt haben und wodurch sie heute aufrechterhalten werden. Dabei kann es unter anderem darum gehen,

  • selbstkritische Gedanken frühzeitig wahrzunehmen,
  • überhöhte Erwartungen an sich selbst zu hinterfragen,
  • den eigenen Wert weniger von Leistung oder Anerkennung abhängig zu machen,
  • eigene Bedürfnisse und Grenzen ernster zu nehmen,
  • einen angemesseneren Umgang mit Fehlern zu entwickeln,
  • und neue Erfahrungen zu ermöglichen, die bisherigen Überzeugungen widersprechen.

Veränderung bedeutet dabei nicht, aus Selbstzweifeln künstlich „positives Denken“ zu machen. Vielmehr geht es darum, sich selbst zunehmend realistischer und wertschätzender begegnen zu können.

Mein therapeutischer Ansatz

Verhaltenstherapie, Schematherapie und EMDR

Gerade bei langjährigen Selbstwertproblemen reicht es häufig nicht aus, nur einzelne negative Gedanken zu verändern.

Deshalb verbinde ich die wissenschaftlich fundierte Verhaltenstherapie bei Bedarf mit Elementen der Schematherapie. So können wir auch tieferliegende Muster betrachten und verstehen, warum bestimmte Situationen bis heute besonders starke Selbstzweifel, Scham oder Versagensängste auslösen.

Wenn belastende Erfahrungen eine wesentliche Rolle spielen, können – sofern therapeutisch angezeigt – zusätzlich Methoden aus dem EMDR einbezogen werden.

Welche Vorgehensweise sinnvoll ist, entscheiden wir immer individuell und gemeinsam.

Häufige Fragen

Fragen zu Selbstwert & Selbstzweifel

Ein niedriger Selbstwert ist für sich genommen keine eigenständige psychische Diagnose. Ausgeprägte Selbstwertprobleme können jedoch bei verschiedenen psychischen Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen, beispielsweise bei Depressionen, Angststörungen oder Essstörungen.

Ja. Selbstwertbezogene Überzeugungen sind erlernt und grundsätzlich veränderbar. Gerade langjährig bestehende Muster verändern sich allerdings meist nicht durch einen einzelnen Gedanken oder eine Übung, sondern durch wiederholte neue Erfahrungen.

Nein. Das Ziel einer Psychotherapie muss nicht darin bestehen, sich jederzeit großartig zu finden. Ein wesentlich realistischeres Ziel ist, sich selbst mit mehr Verständnis, Respekt und Wohlwollen begegnen zu können.

Sie müssen sich Ihren Wert nicht verdienen

Wenn Selbstzweifel Ihr Leben bestimmen

Wenn Selbstzweifel, Selbstkritik oder das Gefühl, nicht zu genügen, Ihr Leben zunehmend bestimmen, können wir gemeinsam herausfinden, was dahintersteht – und wie ein anderer Umgang mit sich selbst möglich werden kann.

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